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Phaidon

Phaidon

10. September 2019, 19:30

von Platon

Einmaliges Gastspiel  – Wien und W.U.T.

Schauspiel: Anselm Lipgens, Uwe Neumann
Idee und Textgestaltung: Hagnot Elischka
Regie: Michael Aichhorn 
Ausstattung: Gerti Rindler-Schantl                          


Was ist das eigentlich: “tot sein“? Was ist demnach “lebendigsein“?

Mit solchen Fragen stellte sich vor mehr als 2400 Jahren der Philosoph Sokrates auf den Plätzen Athens Mitbürgern in den Weg. Und lockte auf diese Weise Viele in lange Gespräche, in denen er ihre, mehrheitlich vordergründigen, Antworten widerlegte und sie auf diese Weise zu gezielterem Denken brachte.
Was ist glücklich sein? Was ist Gerechtigkeit? waren hierauf die weiteren ersten Themen.

Es war in der Endzeit eines 44-jährigen Krieges. Athen hatte eine Terrorherrschaft über das gesamte westliche Mittelmeer zu erringen versucht, war nun aber bereits gescheitert. Verschwunden für immer waren die noch von Homer besungenen Küstenwälder der gesamten Region des Mittelmeers. Sie waren in dieser Zeit für den Bau von Kriegsschiffen abgeholzt worden.

Das damalige Regime Athens fand Sokrates' Fragerei als für sich gefährlich und ließ ihn wegen “Verführung der Jugend“ und “Gotteslästerung“ zum Tod durch Gift verurteilen. - Platon, ein Schüler von Sokrates, schilderte später mit “PHAIDON“ den letzten Tag des Philosophen.

Zwei Schauspieler versuchen nun, die letzten Überlegungen und Reden Sokrates' sowie seiner Freunde nachzuvollziehen. Gemeinsam entwickeln sie alle Personen, welche in den letzten Stunden bei Sokrates waren. Kein weihevolles Reden - dies entspräche nicht dem historischen Platon. Sie spielen Sokrates, seine Freunde, seine Frau, einen Sklaven und den Menschen, der Sokrates letztendlich den Giftbecher reicht und darüber weint.

Wissen scheint oft eine fragliche Größe zu sein.

Durchaus für jeden Nichtphilosophen nachvollziehbar und interessant, weil spannend und vergnüglich. Platon hatte nämlich obendrein Witz.

Uwe Neumann springt in diesem Gastspiel dankenswerterweise für Hagnot Elischka ein. 

Pressestimmen

“Das Auditorium wird auf nahezu erotische Art in Denkvorgänge von einer Komplexität gezogen, wie wir normalen Menschen in unserem normalen Leben sie kaum je in dieser gewagten Kurvenfahrt ausüben würden. Zeitweise Lachstürme im Publikum!“

E.G., KURIER Wien

 

"Dem Meister der Suggestivfrage setzt der Theaterverein ,,Einmaliges Gastspiel" in Koproduktion mit dem Wiener Unterhaltungstheater (W.U.T.) im Alten AKH ein heiter-vergnügliches Bühnendenkmal.  Die  letzten Stunden des Sokrates im Gefängnis bilden in Platos' philosophischem Dialog "Phaidon" die Szenerie für die Rede von der Unsterblichkeit der Seele.  Zwei Schauspieler, Hagnot Elischka und Anselm Lipgens, schlüpfen mit meist beachtlichem Erfolg in die Rollen des Sokrates und seiner Gefährten, die so gar nicht einsehen wollen, warum ihr Lehrer so gelassen in den Tod geht. Nachvollziehbar wird dabei weniger der Gegenstand als die Struktur der Argumentation. Und davon, daß Staunen und Fragen durchaus heutige Qualitäten sind, wollen wir uns durch dieses herzhafte Plädoyer gerne überzeugen lassen. Nicht nur Plato-Schüler Kebes fand das alles schön gesagt."

Cerny, FALTER Wien

 

"… denn der Versuch, Platons philosophische Gespräche aus ihrer papierenen Existenz zu befreien, ist eindringlich gelungen. Das Ergebnis: eineinhalb spannende Stunden Einführung in die Philosophie und zugleich in die Kunst des elementaren Schauspielens."

W. Reiter, PROFIL Wien

 

Ein Theaterwunder, examensreif

Natürlich war Sokrates ein ziemlich eitler Fatzke, manchmal. Und natürlich war Platon, der diesen Sokrates zur Hauptfigur seiner Dialoge erkor, ein Pfiffikus, der seine leser mit Witz und Taschenspielertricks bei der Stange hielt. Sein Sokrates hat am Ende zwar meistens Recht. Aber ob auch Platon diesen Sokrates wirklich für unfehlbar hielt - solche Zweifel gehören geradezu zum System einer Philosophie, deren höchste Wahrheit der Diskurs selbst ist

Daß einem dies im Kieler Schauspielhaus aufging und man sich dabei auch noch putzmunter amüsierte - das ist nun wirklich ein kleines Theaterwunder. Zu verdanken haben wir es Hagnot Elischka und Anselm Lipgens.
Und ein bißchen Bühnenzauber gehört natürlich dazu. Trotzdem kann man nicht sagen, die beiden und ihr Regisseur Michael Aichhorn hätten den (gekürzten, sonst weitgehend wortgetreu gebrachten)Text über Gebühr ver-theatert. Schon gar nicht ist diese Vergegenwärtigung mit den Mitteln eines saloppen Konversationsstückes eine Parodie. Diese Dialoge sind Konversationsstücke, weil eben die Konversation für Platon der Weg zur Wahrheit war. … Und Elischka und Lipgens wären auch als Kandidaten der Philosophie durchgegangen: Wie sie die Beweise rhetorisch schleifen, wie sie zugleich charakterliche Profile und den Sinn von These und Antithese zur Klarheit bringen - das ist durchaus examensreif.

Und nach anderthalb kurzen Stunden verließ man das gut besuchte Schauspielhaus guten Mutes und halbwegs überzeugt von der Unsterblichkeit den Seele.  

Detlef Brandenburg, KIELER NACHRICHTEN

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